Bin ich unglücklich?

erstellt am: 11.09.2017 | Kategorie(n): Allgemein, ARTIKEL

Diesen Beitrag zu schreiben, ist mir ein tiefes Bedürfnis, er kann auch als Fortsetzung meines letzten Blogeintrages Manipulation des Glücks verstanden werden.

 

Viele Menschen hängen bewusst oder unbewusst dieser gedanklichen Fehlannahme nach:

Da ich nicht glücklich bin, bin ich unglücklich.

Auf der frustrierenden Suche nach einer Vorstellung von Glück, die schwer klar definiert werden kann und stark durch äußere Einflüsse manipuliert ist, kippt der Mensch in das andere Extrem. Aus Mangel einer Lösung zu einem bestimmten Zeitpunkt wird das „Unglück“ im Leben installiert!

Als gäbe es nichts zwischen den zwei Extremen

 und 

 

Die Schlussfolgerung: „Wenn ich nicht glücklich bin, bin ich unglücklich“ ist eine Gedankenverzerrung. Mit leidvollen Folgen.

Diese Überzeugung hält den Menschen in unglücklichen Gedanken und Gefühlen fest, zieht ihn mit aller Traurigkeit, Frustration, Enttäuschung über sein Schicksal und widrigen Lebensumstände tiefer und tiefer. Und wenn dieser Überzeugung lang genug nachgehangen wird, kann sie durchaus der Auslöser einer Depression werden.

Es entstehen komplizierte innere Konstrukte, die Druck aufbauen: Warum bin ich nicht glücklich? Die anderen sind alle glücklich! Niemand mag mich, wenn ich nicht glücklich bin! Ich muss glücklich sein! Und weil der Zustand nicht eintritt, entstehen Ärger, Enttäuschung, Wut, Verzweiflung und schwere Selbstvorwürfe. Glücksgefühle haben so keine Chance.

Es sind oft Kinder aus emotional fragilen Familiensystemen, die glauben, glücklich sein zu müssen. Sie konnten in der Ursprungsfamilie nicht „schwierig“ sein, d.h. sie durften keine Probleme haben und ihre Gefühlen nicht zeigen, um die schwierige Familienatmosphäre nicht noch zusätzlich zu belasten.

Ein weiteres Problem ist die Resonanz. Wenn Sie dauerhaft im Unglücklich-Modus unterwegs sind, werden Sie ausschließlich unglückliche Menschen treffen. Gut gelaunte Menschen fallen durch das Raster der Wahrnehmung. Unglückliche Menschen erzählen Ihnen unglückliche Geschichten und Sie fühlen sich in Ihrem Unglück bestätigt. Der Austausch des Unglücks vermehrt und manifestiert das Unglück.

Aber ist das wirklich so, dass Sie unglücklich sind, weil Sie nicht glücklich sind?

 

Versuchen Sie eine ehrliche Antwort auf folgenden Fragen zu finden:

Bin ich zwingend unglücklich, weil ich nicht glücklich bin? Ist das wirklich wahr?

Ist die Welt wirklich nur schwarz und weiß?

Lebe ich das Leben eines unglücklichen Menschen?

Muss ich mich zwischen Glück und Unglück entscheiden? Wenn ja, warum?

Bin ich das Opfer meines konditionierten (anerzogenen) Verstandes, der nur diese zwei Pole kennt?

(Im ewigen Zustand des Glücks würden wir das Glück nicht mehr wahrnehmen, wenn wir den Gegenpol als Abgleich nicht hätten. Gäbe es die Nacht nicht, würden wir den Tag nicht erkennen.)

Übersehe ich dabei nicht etwas Essentielles?

Es könnte sein, dass Sie dabei Ihr Leben übersehen. Ihr Leben, das Sie gedanklich zwischen Glück und Unglück einspannen und andere Möglichkeiten ausschließen.

Legen wir das Glück doch mal auf den Zahlenstrahl. Die kleinen Striche zwischen dem einen und dem anderen Ende stellen Möglichkeiten, Stimmungen, Gefühle, Einstellungen dar, die Sie einnehmen könnten. Und in Wirklichkeit gibt es viel mehr kleine Striche, als auf der Grafik.

 

 

Lassen Sie Ihr „Unglücklichsein“ blass aussehen  😥 und wenden Sie sich in die Fülle Ihres unendlichen Spektrums von neutralen und positiven Gefühlslagen.

Neutral finde ich persönlich genial, weil gerade nichts da ist, was mich auf der Gefühlsebene ablenkt, im neutralen Zustand kann ich mich gut konzentrieren und arbeiten.

Auf welche Position auf dem Zahlenstrahl könnten Sie sich heute einlassen?


Sie befreien Ihr Leben, wenn Sie Begriffe wie „ich bin ein Unglücksrabe“, „ich bin vom Pech verfolgt“, „ich habe das Unglück von X geerbt“ aus Ihrem Kopf und Körper streichen. Mit Negativ-Mantren wie diesen halten Sie das Unglück fest. Energetisch gesehen, ist es wie ein Wunsch ans Universum.

 

Fühlen Sie sich frei

  • die nächste Ausfahrt aus dem dunklen Tal zu nehmen
  • aus der Unglücks-Matrix auszusteigen
  • die Vernachlässigung Ihrer Seele zu beenden und spüren, was sie braucht
  • die Orientierungslosigkeit zu beenden
  • den Zustand des Serotoninmangels zu verlassen
  • Ihr Herz aus der Resignation zu entlassen

 

 

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