Konsumdesorientierte Weihnachtsgeschenke

erstellt am: 18.12.2016 | Kategorie(n): ARTIKEL

OLYMPUS DIGITAL CAMERAEs ist kurz vor zwölf und Ihnen fehlen noch Weihnachtsgeschenke? Ihnen fehlen die finanziellen Mittel? Oder geht Ihnen der ganze Konsumrausch auf die Nerven und Sie sehen in dem jährlichen Geschenkeabtausch keinen Sinn?

Kein Grund in Panik auszubrechen! Hier sind ein paar Geschenkideen für die Sie sich nicht in überfüllte Einkaufsstraßen stürzen müssen und kein -oder minimal- Geld ausgeben müssen.

Das wertvollste Gut unserer Zeit ist Z E I T !

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Machen Sie anderen eine Freude indem Sie Ihre Zeit gezielt sinnvoll verschenken:

Viele Kinder werden reich beschenkt im Austausch dagegen, dass keiner Zeit für sie hat. Das Geschenk ersetzt die Aufmerksamkeit. Ob es Ihr Kind, Neffe, Nichte, Patenkind oder ein Nachbarskind ist:

  • ein gemeinsamer Nachmittag im Zoo, Kino, Kletterpark, Abenteuerspielplatz (den Kindern fehlt es an körperlicher Bewegung)
  • gemeinsam Malen, Basteln oder etwas Zusammenbauen
  • Fahrrad reparieren
  • eine Software auf dem Computer/Handy zum Laufen bringen (Bitte schauen welche, kindgerecht?)
  • eine öffentliche Veranstaltung besuchen
  • ein Museum besuchen. Kinder sind in ihrem Wesen keine Kunstbanausen. Sie schöpfen noch unverfälscht aus dem kreativen Pool. Es gibt auch Verkehrsmuseen, z.B. von der Deutschen Bahn, Spielzeugmuseen uvm.

 

Was macht das Kind gerne? Wo war es noch nie? Was wurde dem Kind oft versprochen und nie eingelöst?

  • eine Tour mit dem Fahrrad, Skateboard
  • mit öffentlichen Verkehrsmitteln durch die Stadt fahren. (klingt schräg, kann aber Spaß machen)
  • bei Hausaufgaben helfen oder in einem Fach, das für das Kind schwierig ist (wenn Sie in dem Bereich fit sind)
  • für Stadtkinder: echte Kühe, Hühner, Schweine „live“ zeigen
  • ein Spaziergang auf einem Naturlehrpfad oder Trimmdichpfad

Nehmen Sie einen Zettel und schreiben Sie einen Gutschein.

Der Gutschein ist ein Versprechen. Versprechen Sie nichts, was Sie nicht halten können! Das Einlösen ist Ehrensache.

OLYMPUS DIGITAL CAMERAFür Freunde und Partner:

Die Erinnerung an alte, gemeinsame Zeiten machen gute Laune und festigen die Verbindung. Sie können

  • zu einem DVD-Abend mit Pizza einladen und sich einen Film aus der Zeit ansehen, in der Sie noch jung und knackig waren.
  • Fotos aus dieser Zeit herauskramen und sich an Dinge erinnern, die Sie schon fast vergessen hatten. „Wie war das damals noch?“
  • gemeinsam eine Tanzveranstaltung besuchen, Ü 30, Ü 40, Ü 50 usw.
  • einen Abend mit Musik/DVD Ihrem gemeinsamen Idol huldigen. Sparen Sie nicht an Popcorn und Kartoffelchips.
  • an Ort/Kneipen gehen, die Sie früher oft gemeinsam besucht haben. Gehen Sie auf Spurensuche. Wie sieht es dort heute aus, was hat sich verändert?
  • falls Sie ein Sport verbindet, besuchen Sie gemeinsam eine Sportveranstaltung.
  • wenn Sie Leseratten sind, wäre eine Buchmesse/eine besondere Bibliothek/Literaturausstellung eine gute Idee.
  • vielleicht wäre ein gemeinsamer VHS-Kochkurs ein gutes Event. Wie wäre es mit Sushi?
  • oder sind Sie und Ihre Freunde auf dem spirituellen Weg? Die Teilnahme an einer Gruppenmeditation könnte eine sinnvolle, verbindende Aktion sein. Z.B. eine Meditation für Frieden auf der Welt, mehren Sie zusammen mit Ihrer Freund/in das positive Feld, wir haben es bitter nötig!

 

ho-ho-hoIn diesem Jahr habe ich zum ersten Mal den Begriff „Schrottwichteln“ kennengelernt. Beim Schrottwichteln verschenkt man etwas, was man zuhause hat. Nichts Neues.

  • Sie könnten Freunden etwas schrottwichteln, was für Ihre Freundschaft symbolischen Wert hat. Eine CD, Schallplatte, Poster, ein T-Shirt, ein Strandlaken. Damit liegen Sie voll im Retro-Trend. Überlegen Sie doch mal, welcher Gegenstand das passende Symbol Ihrer Freundschaft/Beziehung sein könnte.

Ältere Menschen zu beschenken, ist einfacher als Sie denken.

Im Alter schwinden körperliche und mentale Kräfte. Dadurch sind liebgewordene Gewohnheiten schwerer zu bewerkstelligen. Und ältere Menschen wünschen sich selten etwas Großes und Besonderes, ihnen ist Gewohntes, Traditionelles viel lieber. Die einen tun durch lautes Klagegeschrei kund, was ihnen fehlt, die anderen schweigen, weil sie sich dafür schämen, dass sie nicht mehr „funktionieren“. Hören und spüren Sie gut hin und Sie werden das Richtige finden.

try66-633Wahre Freude ist unspektakulär.

  • Sie können Fahrdienste oder Begleitung anbieten. – Begleitung heißt: „Ich muss da nicht alleine hin.“ Zum Arzt, Apotheke, zum Friseur, zu einem alten Freund/in, in eine Kirche oder Gemeindezentrum. Zum Tanztee, Kaffeekränzchen bei Verwandten oder Pensionistentreffen.
  • einen größeren Einkauf erledigen.
  • das neue Regal aus dem schwedischen Möbelhaus aufbauen.
  • oder überhaupt, wenn Sie handwerklich geschickt sind, Reparaturen anbieten.
  • Können Sie nähen? Bieten Sie Nähdienste an.
  • lästige Formulare der Renten-oder Krankenkasse ausfüllen. (Damit sind viele ältere Personen überfordert)
  • die Fahrt an einen Ort anbieten, wo der Mensch schon lange nicht mehr war und Sehnsucht danach verspürt. Sie könnten auch alleine die Begleitung dorthin anbieten, weil sich die Dame/Herr alleine nicht mehr wagt und verunsichert ist. Aus körperlichen Gründen und einfach aus Ängstlichkeit. Selbst habe ich meinen Vater jahrelang ein Mal in der Woche durch den Landkreis gefahren. Umwelttechnisch war das wenig sinnvoll, aber nichts beruhigte die Nerven des alten Herrn so, wie diese Autofahrten.
  • Uralte Musik, Filme und Serien bei Youtube finden. (Was hat der Mensch früher gehört und angesehen?)
  • Schenken Sie eine DVD mit Peter Alexander, Heinz Erhardt, Lieselotte Pulver oder anderem Urgestein und sehen Sie sich den Film gemeinsam an.
  • Ein Buch – in Etappen – vorlesen. (Das finde ich besonders schön) Vielleicht macht Ihnen das mehr Spaß, als Sie es glauben!
  • Schreiben fällt im Alter auch nicht leicht. Bieten Sie doch an, der Person die Weihnachtspost zu schreiben oder einen längst überfälligen Brief.
  • Auch hier könnten Sie begleitete Besuche in Museen, Ausstellungen, Messen, Märkten oder Konzerten anbieten. Natürlich sollte der Vorschlag im Interessenbereich des Beschenkten liegen.

 

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Ob Sie nun Gutscheine verschenken, um sich willentlich dem Konsumrausch zu entziehen oder weil Ihnen das Geld für Weihnachtsgeschenke fehlt, ist unwichtig. Was zählt, ist einzig Ihr Wunsch zu geben.

Der Gutschein ist ein Versprechen. Versprechen Sie nichts, was Sie nicht halten können! Das Einlösen ist Ehrensache.

Geschenke, die von Herz kommen, haben den größten Wert. Vielleicht erfüllen Sie jemandem einen Wunsch und damit ein eigenes Bedürfnis.

Ich wünsche Ihnen für die Feiertage wahrhaftige Ruhe und erfüllende Stille ohne Stress und traditionelle, handelsübliche Zwänge.

Hier können Sie sich eine Gutscheinvorlage ausdrucken.

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