Matrix-Re-Imprint, Arbeitsprotokoll

erstellt am: 21.06.2016 | Kategorie(n): ARTIKEL

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Der Vorgang des Matrix-Re-Imprint ist eine Methode aus dem EFT (Emotional Freedom Techniques), die der Engländer Karl Dawson entwickelt hat. Es enthält Elemente aus dem neuesten Stand der Traumatherapie sowie aus dem NLP. Weiter verwende ich die Weiterentwicklungen durch Uwe Luschas und das Energy-EFT von Silvia Hartmann.

Mit diesem Prozess können alte und junge Traumata bearbeitet werden. Was traumatisch ist, bestimmt der Klient. Auch verbale Verletzungen können bei sensiblen Menschen ein Trauma auslösen.

Das Gehirn speichert Ereignisse nicht linear ab, eher wie das Wurzelwerk eines Baumes. Weit zurückliegende Erlebnisse greifen weit verzweigt bis in die Gegenwart.

Statt lange Erklärungen abzugeben will ich Ihnen eine Beispielsitzung schildern:

Die 28-jährige Karin leidet seit zwei Jahren unter einer Angst-und Panikstörung, typisch ist auch die Erwartungsangst (die Angst davor, dass die Angst kommt) weiter ist die Angst vor Krankheit stark, interessanterweise bangt sie mehr um die Gesundheit ihrer Familienangehörigen, als um die eigene.

In einem Gespräch wird das für Karin „wichtige Ereignis“ gefunden. Im EFT nennt man diese Ereignisse „special event“, sie stehen am Anfang einer Symptomkette und sind ausgesprochen lukrativ.

German bearbeitet 16.02.2014 16-00-01Diese Sequenz bearbeiten wir. Es ist wichtig, den Fokus auf diesen Moment zu halten.

Als Karin acht Jahre alt war, starb ihre Tante mit der sie sehr engen Kontakt hatte. Die Tante war die Schwester ihrer Mutter. Karins Mutter wurde nach dem unerwarteten Todesfall depressiv.

Karin erinnert sich, beschreibt das Haus in dem sie aufwuchs und die Nachricht erhielt. Sie beschreibt den Flur und den Tisch auf dem das Telefon stand. Da die Mutter im Bad war, ging das Kind ans Telefon.

German bearbeitet 16.02.2014 16-00-01Die Beschreibung der Umgebung hilft, die gedankliche und emotionale Erinnerung zu finden.

Die erwachsene Karin ist zunächst der Beobachter der Situation. Sie wird jetzt zum älteren Selbst (ÄS), das nun zum jüngeren Selbst (JS) ins Bild steigt. Karin stellt sich dem Kind vor: „Ich bin dein älteres Selbst und ich bin gekommen um dir zu helfen. Darf ich dir helfen?“ Die Einwilligung des Kindes an dieser Stelle ist wichtig.

German bearbeitet 16.02.2014 16-00-01An dieser Stelle schließen die Klienten die Augen wie von selbst, es hilft die Vorstellung innerlich aufzubauen.

Das JS freut sich in diesem Falle riesig, es ist froh, dass da jemand ist, das ihm helfen will.

Jetzt kann die eigentliche Arbeit beginnen. Das ÄS Selbst sieht das JS in einem Schockzustand, es kann nicht richtig sprechen, ist körperlich starr und steif. Das klopfen wir.

Danach ist das JS beweglicher, hat aber Angst. Wir klopfen die Angst.

Das JS möchte danach lieber rausgehen und spielen, aber es darf nicht rausgehen, es hat Angst um die Mutter. Die Angst um die Mutter ist stark, wir müssen mehrfach klopfen.

Danach sieht das ÄS Selbst das Kind mit angespannten Fäusten und zusammengebissenen Kiefer. Wir klopfen die Anspannung aus dem Körper.

Jetzt wird es leichter. Karin fühlt ihren Körper entspannt. Ich führe sie tiefer in die Entspannung, Karin sieht eine rote Farbe. Wir intensivieren die rote angenehme Farbe.

German bearbeitet 16.02.2014 16-00-01Durch die Fokussierung auf das Bild entsteht von selbst eine Arbeitstrance.

Nochmals steigt das ÄS in das Bild ein. Das Kind fühlt sich jetzt noch körperlich schwach. Wir klopfen die körperliche Schwäche.

In der nächsten Sequenz sieht das ÄS das JS in einer räumlichen Leere. Auch das klopfen wir.

Nun fühlt sich das JS gut, es möchte jetzt rausgehen und mit den Freunden am Bach spielen. An der Hand des ÄS springt es aus dem Haus und an den Bach.

Das ÄS selbst verabschiedet sich vom JS, hier kann ein wichtiger Erfahrungsaustausch stattfinden, in dem wichtige Information gegeben wird. ÄS: „Ich werde mich öfter nach dir umsehen. Ich arbeite daran, dass alles gut wird.“ Das JS reagiert erstaunt und sagt: „Das ist mutig.“

Ich führe Karin noch einmal in das entspannte Rot. Sie lässt die Farbe (und somit das Gefühl) über den ganzen Körper fließen, auch in den Kopf. Sie speichert das positive Bild (JS Selbst spielend und fröhlich am Bach) in ihrem Herzen.

German bearbeitet 16.02.2014 16-00-01Farbe, die sich dem Klienten in der Vorstellung öffnet, multipliziert das positive Gefühl und somit die Speicherung.

Die Klientin wird diesen Tag und den Todesfall niemals vergessen. Der Matrix-Prozess ist keine Gehirnwäsche. Sie wird sich daran erinnern, jedoch ohne den Schock, die Starre, die Angst und Leere zu fühlen.

Karin hat insgesamt zehn Stunden bei mir absolviert. Im Nachhinein gesehen, war diese Sitzung für Karin die wichtigste und effektivste.

 

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