Selbstzweifel anders betrachtet

erstellt am: 24.02.2016 | Kategorie(n): ARTIKEL

OLYMPUS DIGITAL CAMERAWer kennt ihn nicht, den Zweifel, der sich leise von hinten anschleicht und beginnt zu nagen?

Der Zweifel hat eine Stimme:

  • „Habe ich es richtig gemacht?“
  • „Habe ich mich richtig verhalten?“
  • „Habe ich richtig entschieden?“
  • „Bin ich gut genug für …?“
  • „Bin ich intelligent genug ?“

Sie sehen hier geht es zur Sache, es geht um das Selbst! Diese Fragen treffen den Kern der Persönlichkeit. Selbstzweifel beschränken sich selten auf einen Bereich des Lebens, sie sind eher der sandige Boden unter einer Lebensstruktur.

Auslöser für Selbstzweifel

Auch hier ist es oft ein erlerntes Muster aus der Kindheit. Wenn ein oder beide Elternteile der Welt und den Ereignissen unsicher gegenüberstanden, alles in Zweifel zogen, ahmt das Kind dieses Verhalten nach. Aber auch traumatische Erlebnisse und schlechte Erfahrungen lassen den Zweifel an sich selbst wachsen.

Das Gefühl im eigenen Leben nicht wirksam sein zu können, löst Selbstzweifel aus und/oder erhält sie aufrecht. Ein Mensch, der selbstwirksam sein Leben führt und gestaltet, hegt keine Zweifel gegen sich.

OLYMPUS DIGITAL CAMERAEin tiefer Sturz in Selbstzweifel, gleicht einem Säurebad der Persönlichkeit.

In Krisensituationen, z.B. bei Trennungen, fallen Betroffene in ein tiefes Loch aus dem sie lange Zeit nicht mehr herausfinden. Der Frontalangriff auf die Persönlichkeit, „ich bin nicht liebenswert“, „nicht gut genug“, nicht schön genug“, „nicht reich genug“, usw.

Bedenken Sie, dass jeder unserer Gedanken ein Dialog mit uns selbst ist. Mit solchen Gedanken im Kopf kann es jedem Menschen nur schlecht gehen!

Refraim

Der Weg aus dem Dschungel der Selbstzweifel kann langwierig sehr, deshalb biete ich Ihnen ein Refraiming an. Ein Refraim setzt das Problem in einen neuen „Rahmen“, d.h. eine neue Perspektive oder Betrachtungsweise.

Im Selbstzweifel stellt sich die Person schonungslos in Frage. Geben Sie den Qual einen tiefen Sinn!

Sublimierung

ist einer der Abwehrmechanismen nach Anna Freud. Damit wehrt die Psyche Ängste und schlechte Gefühle ab. Die Sublimierung beschreibt eine „Erhebung des Problems auf ein höheres Niveau“.

Z.B. kann ein Autor seine Ängste und Depressionen in einem Buch ausdrücken. Namhafte Autoren nutzen die Sublimierung für sich. Denken Sie an Edgar Allen Poe oder David Sedaris. Der Autor fühlt sich durch das Niederschreiben entlastet und schafft darüberhinaus ein literarisches Werk.

Oder ein Künstler mit abwegigem Sexualverhalten meißelt seine Triebe in eine Skulptur, um sie nicht ausleben zu müssen.

LösungsbuttonSublimierung von Selbstzweifel

  • Der Zweifel zwingt Sie in rigoroses Hinterfragen. Verwandeln Sie die selbstzerstörerischen Selbstzweifel in Selbstreflektion!
  • Nutzen Sie das, was Sie da aus Ihren Tiefen hervorbringen für Ihre menschliche Weiterentwicklung!
  • Verwenden Sie Ihre Inhalte konstruktiv statt destruktiv!
  • Bleiben Sie nicht in eigenen negativen Bewertungen hängen!
  • Wenn Sie glauben, Sie haben „etwas nicht richtig gemacht“, warten Sie doch erst mal die Reaktion von außen ab. Oft sind wir mit uns strenger und ungeduldiger, als andere!
  • Benutzen Sie „Fehler und Fehltritte“ nicht länger als Katastrophen, sondern machen Sie eine Lernerfahrung! Aus Erfahrungen dürfen wir lernen.

Nennen Sie Selbstzweifel jetzt Hinterfragen und gehen Sie konstruktiv zu Ihrem Wohle damit um. Sie könnten den Zweifel als Triebfeder erkennen, der Sie in Ihrer Entwicklung zu menschlicher Größe und Bewusstsein vorantreibt.

Statt Schwächung des Ichs — Stärkung des Ichs

 

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