Bewusstsein-Neues Bewusstsein

erstellt am: 11.09.2014 | Kategorie(n): ARTIKEL

weißes LotusMit dem Datum 21.12.2012 wurde der Begriff des „Neuen Bewusstsein“ in das Licht der Öffentlichkeit gebracht. Viele Menschen erwarteten eine große Veränderung, die so nicht eintrat. Sicher glauben viele, dass es wohl „nicht geklappt“ hat mit dem Neuen Bewusstsein. Denn die Entwicklung hat schon lange vor 2012 begonnen und wird noch lange Zeit in Anspruch nehmen.

Hier zunächst natürlich die Königsfrage: Was ist Bewusstsein?

Bewusstsein ist nicht rationales Denken und darf damit nicht verwechselt werden. (Jean Gebser)

habe gedankenDas rationale Denken ist das „goldene Kalb“ unserer momentanen Bewusstseinsstufe. Gerade diese einseitige Identifikation mit dem „Denken“ macht es uns umso schwerer, den Zustand des Bewusstseins zu definieren. Der Begriff „kognitiv“ wird im Sprachgebrauch als die „Fähigkeit des Denkens“ benutzt. Aber die kognitive Fähigkeit geht darüber hinaus: erkennen, eine komplexe Situation erfassen. Hier stimmt die Richtung und dennoch bleibt der Begriff im Denken gefangen. Er beschreibt nicht den Zustand des Bewusstseins, der weit komplexer ist.

Jemand, der gut denken kann, ist nicht bewusster, als jemand, der weniger gut denken kann.

Im Gegenteil, ein Zuviel an Denken kann Bewusstsein blockieren. Der Zustand des Bewusstseins befindet sich außerhalb des reinen Denkens.

Natürlich benutze ich gerade, während ich schreibe, meinen Verstand. Er hilft mir, das, was ich sagen möchte, in Worte zu fassen. Zusammenhänge logisch darzustellen. Allerdings sind die Informationen, die ich transportiere, nicht allein Produkt meines Verstandes. Versuche ich doch, die Dimension hinter dem Denken zu beschreiben.

P1000092Bewusstsein ist nicht allein mit dem Verstand zu begreifen, sondern auch ein emotionales und damit körperliches Verstehen. Die Tatsache, dass der Körper etwas verstehen kann oder etwas weiß, was der Verstand nicht weiß, steht für die meisten Menschen noch außerhalb jeder Verständlichkeit.

Dazu möchte ich Ihnen sagen, dass es in vielen EFT-Sitzungen deutlich wird, wie wenig der Verstand ein Problem objektiv erkennen kann und wie viel kompetenter der Körper dagegen ist. Darüber hinaus versetzen mich die kreativen Problemlösungen des Körpers stets aufs Neue in Erstaunen.

Der rationale Verstand lehnt diese Form der Problemlösung kategorisch ab, z.B. über Verdrängung. Er tut das, weil er die körperliche Kompetenz nicht kennt, sie ihm sogar Angst macht. Die Ablehnung ist im Grunde die Ablehnung körpereigener Kräfte, vor allem der Selbstheilungskräfte.

In uns existieren wunderschöne wie auch wilde Kräfte.  Franziskus von Assisi

C.G. Jung erforschte auf seinen Reisen das kollektive Unterbewusstsein. Er ließ sich die Träume der Menschen in den verschiedensten Ländern und Kulturen erzählen und erkannte dabei, dass Figuren und Handlungen innerhalb der Träume identisch waren. Diese Figuren nannte er Archetypen: der Krieger, der Jäger, die weise Frau etc. Es ist, als würden wir mit einer kollektiven Speicherung auf unsere Festplatte geboren, ungebunden an Zeit, Land, Kultur und Religion. Ein gemeinsames mythologisches Bewusstsein.

OLYMPUS DIGITAL CAMERAHinter Verstand und Körper öffnet sich ein abstraktes Begreifen, das wir bis heute schwer erfassen können. Eine Form der Wahrnehmung, die sich außerhalb der fünf Sinne befindet, das wir einer göttlichen Anbindung oder Kraft, die nicht religionsgebunden ist, zuschreiben können.

Kennen Sie das Gefühl, die Bilder eines Traums tagelang nicht loszuwerden? Es können oberflächlich banale, unwichtige Bilder sein, die in Ihnen ein starkes Gefühl auslösen. Traumgeschehen kommt nie von außen, es ist immer „hausgemacht“.

Oder kennen Sie das Gefühl von Erkenntnis. Sie lesen, sehen oder hören etwas und plötzlich ist er da, der glasklare Moment der Klarheit. Eine Erkenntnis, an der Ihr Verstand zu höchstens 5% beteiligt war. Ein ganzheitlichen Wahrnehmen und Erfassen, das einen tiefen Eindruck in Ihrem gesamten Wesen hinterlässt.

Um eine Vorstellung von dem Neuen Bewusstsein zu bekommen, müssen wir die Vergangenheit betrachten. (Ist das nicht immer so?) Dazu mehr im nächsten Artikel.

Für alle, die jetzt um Ihren Verstand fürchten, möchte ich schon im voraus sagen:

Die frohe Botschaft ist: Wir werden nicht unseren Verstand verlieren!

 

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