Ein Leben in der Komfortzone

erstellt am: 13.05.2014 | Kategorie(n): ARTIKEL, Ein Leben in der Komfortzone

Alles bequem?

Mit „Komfortzone“ ist der Bereich gemeint, in dem sich ein Mensch gerne aufhält. Innerhalb dieser Zone fühlt er sich sicher und unbehelligt. Vielleicht zu vergleichen mit einem Vollbad in Wasser, das genau Körpertemperatur oder ein Grad mehr hat. Oder das warme Fußbad an kalten Tagen.

Im psychologischen Sinn übertragen, heißt das, der Mensch baut und lebt seine persönliche Komfortzone, in der er möglichst nicht mit seinen Ängsten, Unfähigkeiten, unangenehmen Erinnerungen und schlechten Gefühlen konfrontiert wird. Auch körperliche und geistige Passivität spielen hier eine große Rolle. Dabei wird alles vermieden, was das Unangenehme auslösen könnte. Im Modus der Vermeidung wird sich Ängsten und schlechten Gefühlen nicht gestellt, berufliche und private Herausforderungen abgelehnt. Der Einfluss von Neuem wird abgeschnitten, weil Neues zunächst mit Unsicherheit verbunden ist. Unangenehme Erinnerungen werden schlicht verdrängt und körperliche/geistige Anstrengung vermieden.

Und so plätschert das Leben vor sich hin und früher oder später stellt Mensch fest, dass sich weder Träume noch Ziele in seinem Leben realisieren. Das Leben scheint zu stagnieren: nichts geht mehr! Und im Hintergrund lauern Frustration und Resignation.

Verlassen Sie Ihre Komfortzone und tun Sie etwas anderes!

Wie Einstein sagte: Probleme können nicht mit der gleichen Strategie gelöst werden, mit der sie entstanden sind.

Lösen Sie sich von der Vorstellung, dass alles Neue auch gefährlich ist. Hier souffliert die Angst!

Es gibt keine Altersbeschränkung, wenn es darum geht, Gedanken, Gewohnheiten und Verhaltensmuster zu verändern. Unser Gehirn ist lernfähig bis ins hohe Alter. Es kostet einzig und allein Überwindung. Oft steht die reine Angst sich zu blamieren zwischen den Wünschen und den erreichten Zielen.

Und dafür gebe ich Ihnen ein persönliches Beispiel. Für mich ist es ausgesprochen unangenehm in bestimmten Bereichen nach außen zu treten und offen zu sprechen. Hier verlasse ich meine Komfortzone nur sehr schwer. Alleine daran zu denken, stresst mich und deshalb vermeide ich solche Situationen, wo ich kann.

Seit zwei Monaten habe ich einen Plot für einen Krimi fertig, den ich aber nicht beginnen kann, weil noch Recherchen fehlen. Einmal brauche ich polizeitechnische Auskünfte und weiter brandtechnische Informationen. Seit acht Wochen schiebe ich diese Arbeit vor mich hin. Mein Coach schlug mir in der letzten Sitzung einen Deal vor: Wenn ich diese Recherchen nicht bis zum nächsten Termin gemacht habe, muss ich einen Tag in die Suppenküche bei der AWO. Für meinen Geschmack habe ich Küchendienste für die nächsten 50 Jahre im voraus gemacht, in die Suppenküche will ich nicht! Und so habe ich mich heute auf den Weg zur Feuerwehr gemacht:

Wagen Sie den Schritt aus der Komfortzone, nehmen Sie all Ihre Zweifel, Ängste und Makel mit. Der Lohn sind neue Erfahrungen, Ihr Selbstwert steigt, weil Sie sich getraut haben. Und wenn Sie sich einmal getraut haben, werden Sie es wieder tun. Probieren Sie sich aus, dafür ist das Leben da. Wenn Sie normalerweise „ja“ sagen, sagen Sie doch mal „nein“, oder umgekehrt. Natürlich fühlt es sich ungewohnt an, aber ungewohnt ist nicht gleich negativ.

Nehmen Sie Ihre Ziele in den Fokus, was möchte ich erreichen? Was möchte ich verwirklichen? Und was genau muss ich dafür tun? In meinem Fall ist es der Krimi, ich will ihn wirklich schreiben, es ist mein Wunsch. Und dazu brauche ich die Informationen von Polizei und Feuerwehr.

Verlassen Sie Ihre Komfortzone und machen Sie Ihre eigenen Erfahrungen.

  

 

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Hallo Bettina,

danke für dein Video und deinen Artikel.

Wiede reinmal zeigst du sehr humorvoll und auf den Punkt gebracht – nicht nur, was die Komfortzone ist – sondern auch, wie man diese verlassen kann, indem du deine eigenen Erfahrungen teilst.

Ich gehe gleich in den Supermarkt und freue mich schon darauf, meine Komfortzone zu verlassen. Mal sehen, was sich bietet 🙂

Herzliche Grüße aus Fürth

Franziska

Du hättest mich sehen sollen, auf dem Hof der Feuerwehr! Das war wirklich arg. Ich hoffe, Du hattest genauso viel „Spaß“ im Supermarkt.
Wir sind eben Woper!
Liebe Grüße
Bettina

Mir aus der Seele geschrieben …
Toller Videobeitrag, danke

Das Leben in der Komfortzone ist ein sehr menschliches Verhalten. Sobald wir uns dessen bewusst sind, können mit uns handeln. Was ist mir wichtig genug um die Komfortzone zu verlassen? Um anschließend wieder dorthin zurückzukehren.
Liebe Grüße
Bettina