Überanpassung aus der Tochterrolle

erstellt am: 20.11.2012 | Kategorie(n): ARTIKEL, Überprüfen Sie ...

Können Sie schwer „nein“ sagen? Akzeptieren Sie kritiklos Entscheidungen aus Ihrem Umfeld (Familie, Beziehung, Beruf)? Verbietet Ihnen Ihre Höflichkeit Ihre Meinung zu äußern? Sagen Sie „ja“, obwohl Sie ein inneres „Nein“ deutlich spüren können? Fühlen Sie sich häufig übergangen, nicht beachtet oder sogar schlecht behandelt? Sind für Sie die Bedürfnisse und Wünsche anderer wichtiger, als Ihre eigenen?

In diesem Problemfeld sind deutlich mehr Frauen als Männer zu finden. Es ist schrecklich, das zu schreiben, aber die Erziehung von Mädchen unterscheidet sich weiterhin in wichtigen Punkten, der von Jungs. Mädchen wird vermittelt, dass sie brav und lieb sein müssen-angepasst.

Jungs wird von Grund auf mehr zugetraut, sei es in körperlichen Aktionen oder in Bezug auf Entscheidung und Verantwortung. Jungs sind sich dadurch in ihrem Verhalten, Auftreten und in ihren Entscheidungen sicherer. Mädchen hören:“Mach das nicht, das kannst du nicht.“, „Lass dir von deinem Bruder helfen.“, „Das ist zu schwer/schwierig für dich.“ Von dem Mädchen wird erwartet, dass es lieb und nett ist. Und möglichst adrett aussieht. So wird Mädchen nonverbal vermittelt, dass es nur in dieser Rolle geliebt wird.

Aus dem Mädchen wird eine Frau und die Vorstellung „lieb und nett“ sein zu müssen um gemocht zu werden, bleibt.

Jetzt gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder hat Ihnen die Mutter die angepasste Rolle entsprechend vorgelebt und der Vater war fordernd und dominant. Oder Ihre Eltern haben die Rollen getauscht, der Vater war der nachgiebige Part und die Mutter übernahm die dominante Funktion. Wen ahmen Sie nach? Auch hier geht es vorrangig um Erlerntes und nicht um Genetisches.

Wenn Ihre Eltern noch leben, sehen Sie sich den angepassten Elternteil an. Falls er schon verstorben ist, erinnern Sie sich. Wie ging es ihm in seiner Rolle? Wie war die Stimmung? Hatte er/sie viele körperlichen Beschwerden? Wie hat er/sie sich gefühlt? Es könnte sein, dass Sie mit Ihrer „Erziehung“ auch Gefühle von Resignation, Frustration und Traurigkeit übernommen haben. Gefühle, die nicht aus Ihrem Leben stammen.

Immer, wenn Sie sich im Gefühlsleben einer anderen Person befinden, fühlen Sie sich schlecht, weil Sie gleichzeitig nicht bei sich sein können.

Es ist nicht leicht herauszufinden, welche Gefühle Sie schon in früher Kindheit übernommen haben, welche sich heute Ihnen fremd oder vertraut anfühlen. Aber spüren Sie nach, es lohnt sich! Leben Sie eigene Gefühle! In der Kategorie Affirmationen A-Z sind einige Affirmationen zum Thema Überanpassung eingestellt.

  

 

 

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